Young Spokesperson 2017 in Island

von Noah Kramer
Sabrina Prochaska und ich, Noah Kramer, flogen am 19. April 2017 nach Island, um am Kommunikationstraining "Young Spokesperson 2017" teilzunehmen. Dieses viertägige Seminar, veranstaltet von der WOSM-Europaregion (World Organisation of the Scout Movement), vermittelte Grundlagen der externen und internen Kommunikation.
Young Spokesperson 2017 in Island

Über 50 jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 22 Ländern Europas wurden im Rahmen der Veranstaltung auf eine zentrale Rolle in ihren nationalen Pfadfinderverbänden in dem Bereich der Kommunikation vorbereitet.

Sabrina und Noah

Nach einer rund elfstündigen Reise von Wien nach Reykjavik über Helsinki, kamen Sabrina und ich am Abend des 19. Aprils am Veranstaltungsort, dem Outdoor und Scout Center Úlfljótsvatn, an, und von Anfang an und man merkte an der freundlichen und offenen Atmosphäre, dass die Teilnehmenden keine repräsentative Fassade der einzelnen Pfadfinderverbände waren, sondern offenherzige Personen mit dem gleichen Ziel: Neues zu lernen. Insgesamt sechs Lehrende aus Frankreich, Großbritannien und Italien mit einschlägiger Berufserfahrung, gaben ihr profundes Wissen und ihre Erfahrungen weiter.

Vision 2028

Training Sessions

In intensiven Training Sessions wurden am ersten Tag die eigenen Ziele definiert, die man für seine eigene Teilnahme hatte und das offizielle Markierungszeichen (Hashtag) wurde verlautbart: #ScoutSpeakUp. Im Laufe des Tages wurden Präsentations- und Rhetoriktechniken vermittelt. Ebenfalls wurden die Vorurteile und Klischees gegenüber Pfadfinderinnen und Pfadfindern erörtert und wie man diese berichtigen könnte. Anmerkung: Nein, die Pfadfinderinnen und Pfadfinder sind nicht militärisch, nicht nur für Jungs, nicht kindisch und verkaufen auch keine Kekse.

Am Abend des ersten Tages fand die "Communication Superhero Night" statt, wo alle Teilnehmenden in Kostümen verkleidet kulinarische Spezialitäten ihres Landes verköstigten. Man merkte sofort, dass es nicht nur ums Präsentieren ging, sondern vor allem um das Kennenlernen neuer Leute und das Schließen neuer Freundschaften.

Gemeinsam arbeiten

Umgang mit Medien üben

Tag Zwei war der offizielle Beginn des Sommers in Island – passend dazu bedeckte Schnee den kalten Boden. Man muss jedoch erwähnen, dass das Wetter in Island – zumindest im Winter – unberechenbar ist. Innerhalb von fünf Minuten ist sowohl Schneefall, Regen, Hagel und strahlender Sonnenschein möglich.

In kleinen Gruppen von bis zu zwölf Personen übten die jungen Pfadfinderinnen und Pfadfinder ein Radio- und Fernsehinterview und mittels eines Rollenspiels die Situation eines jungen Sprechers, in verschiedenen Situationen, um den Umgang mit den einzelnen Medien und deren Vertretern zu erlernen. So wurde zum Beispiel ein Besuch eines Fernsehteams an einem internationalen Pfadfinderlager simuliert.

Nach jeder Übung wurde das eigene Verhalten und das der anderen in der Gruppe reflektiert und es wurden konstruktive Kritik, Feedback und Lob ausgeteilt – nicht nur von den Lehrenden, sondern ebenfalls von den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Jede und jeder plante ein eigenes individuelles Projekt, das sie oder er nach seiner Heimreise umsetzen sollte. Dieses bezog sich auf den jeweiligen nationalen Pfadfinderverband und zwar auf den Bereich der Kommunikation. Das Abendprogramm am zweiten Tag war ein Karaoke-Abend, aber das eigentliche Highlight waren die Polarlichter, die man in der späten Nacht bestaunen konnte.

Freundschaften schließen

Freundschaften schließen und vernetzen

Samstag war der letzte "richtige" Tag für Sabrina und mich, da der Sonntag für die Abreise vorgesehen war. Nichtsdestotrotz genossen wir die freundliche und lustige Atmosphäre und kosteten es aus, neue Verbindungen und Freundschaften zu schließen und uns zu vernetzen.

Der ganze Tag wurde dazu genutzt, eine Kommunikationsstrategie für einen fiktiven Pfadfinderverband zu erstellen – im Team natürlich. So wurden nicht nur die Kriterien für eine solche Kampagne, sondern auch die Fähigkeit im Team zu arbeiten, gelernt – eine interessante Herausforderung, da jedes Team international war und die Arbeitssprache, wie während des gesamten Events, Englisch. Jede Strategie wurde präsentiert und so wurde auch das Sprechen vor einem großen Publikum geübt.

Der letzte Abend war recht emotional, da die Trainer die Schlussworte des Seminars sprachen und sie die jungen Menschen ermutigten, dass dieses vermittelte, profunde Wissen hoffentlich ein Funken gewesen sei, der zu einem Feuer werde. Gemeint war damit, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einmal aktive, verantwortungsvolle Positionen in ihren nationalen Pfadfinderverbänden einnehmen sollten und so am positiven Image der weltweit größten, freiwilligen Jugendorganisation mitgestalten sollten.

Gruppenfoto