Inside-Out - Woodbadgekurs 2009

von Susi Panzenböck, Gerald Stockinger am 13.4.2009
Ein Bericht der Werbeagentur "Inside-Out" vom Woodbadgekurs 2009 aus dem sonnigen Wassergspreng.
Inside-Out - Woodbadgekurs 2009

Es kamen 34 TeilnehmerInnen aus 6 Bundesländern, sowie jeweils ein Vertreter vom Pfadfinderbund und aus Südtirol und eine Vertreterin aus Belarus am 4. April 2009 in das schöne Wassergspreng, um dort gemeinsam mit einem 23-köpfigen Team (TrainerInnen, Organisation, Küche) eine Woche Oster-Woodbadgekurs zu erleben.

TeilnehmerInnen und Team des Woodbadgekurses 2009

Das Thema Leitbild

Guides und Späher beim Arbeiten - im Hintergrund die GLs

Am ersten Tag war die Werbeagentur leider noch nicht ganz mit den Vorbereitungen fertig, weshalb die Putzfee und der Hausmaster, die viel vom Hausbetrieb mitbekommen, die angereisten SpezialistInnen willkommen heißen mussten. Dann präsentierten die Kreativcoaches die verschiedenartigsten Möglichkeiten, das Leitbild zu verbreiten – doch keine davon war bisher wirklich erfolgreich gewesen. Es bedurfte der Mitarbeit aller anwesenden ExpertInnen, um das Leitbild für die Öffentlichkeitsarbeit nutzbarer zu machen und nach außen zu tragen – ganz nach dem Motto "Inside-Out".

Diese SpezialistInnen beschäftigten sich während der Woche intensiv mit dem Leitbild: Seine einzelnen Bausteine und Hintergründe wurden geprüft, die Entstehungsgeschichte erläutert und seine Verwendungsmöglichkeiten bearbeitet.

Die Werbeteams

GLs und Gruppendynamik Die Stufen und GLs beschäftigten sich mit zielorientierter Planung und hatten den Auftrag, sich für diese Woche ein gemeinsames Ziel zu setzen und zu erreichen. Stets wurde darauf geachtet auf die Bedürfnisse aller Rücksicht zu nehmen. Dabei lernten sie auch viel über Gruppenprozesse und die eigene Rolle in der Gruppe – bei der/dem einen oder anderen gab es mitunter auch ein "Aha-Erlebnis". Natürlich kam auch der Erfahrungsaustausch nicht zu kurz, und viele neue Ideen für die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen bzw. auch mit Erwachsenen und im Team konnten mitgenommen werden. Der spezielle Seminarrahmen ermöglichte Schritte zur ganz persönlichen Weiterentwicklung – die persönlichen Vorhaben reichten auch über die Seminarwoche hinaus.

Die Werbeeinheiten

Runden beim Kochen an den Feuerstellen

Die sechs Runden (Spechte, Kuckuck, Wildtauben, Raben, Schnepfen, Wölfe) waren zusammengewürfelt aus ganz Österreich und den Gästen, den Stufen bzw. GruppenleiterInnen, den verschiedenen Altersgruppen, sowie den Geschlechtern. Sie wohnten im Neubau, der "Säge" – einmal wurde gemeinsam ein Fondue vorbereitet und gegessen, einmal an den Feuerstellen draußen gekocht – die restliche Zeit wurden sie jedoch von der Küche großartig bekocht. Abends trafen sie sich dann in ihren Rundenzimmern um sich gemeinsam mit ihren RundenbetreuerInnen zu den verschiedenen Themen auszutauschen. Sie schnitzten gemeinsam ihre Woodbadge-Holzperlen, verlebten einen Nachmittag in der Runde außerhalb des Lagergeländes und verbrachten so manche lange Nacht mit Gesprächen und Diskussionen.

Eine wundervolle Karwoche mit traumhaftem Wetter veranlasste die einzelnen Werbebereiche ihre Zeit weitgehend im Freien zu verbringen - sogar Sonnencreme musste eingekauft werden. Das Barzelt lockte abends viele Leute aus dem Haus, um sich zu einem gemeinsam Plausch an den Stehtischen einzufinden. Über die Woche verteilte spirituelle Elemente boten überdies einen besinnlichen Rahmen.

Wassergspreng machte seinem Namen alle Ehre und am Lagerfeuerplatz drang überraschenderweise ein kleiner neuer Bach aus dem Boden, sodass in der überdachten Schatzl-Hall am Feuer gesessen wurde. Doch das tat der guten Stimmung keinen Abbruch, ganz im Gegenteil – es gab großartige Darbietungen der Runden, viel Spaß und neu erlernte Tänze aus Belarus.

Ein Wiedersehen gibt es im Herbst am Nachbereitungswochenende, das erneut im Bundeszentrum Wassergspreng stattfinden wird. Die Runden werden dann jeweils auf den traditionellen Rundenplätzen am Holy Ground lagern. An diesem Wochenende geht es um den Rückblick auf die Seminarwoche und die Umsetzung der Teilziele, die sich die TeilnehmerInnen des Woodbadgekurses selbst gesetzt haben. Nach dem persönlichen Transfer, der innerhalb von fünf Jahren in schriftlicher oder mündlicher Form belegt werden muss, werden die selbst gefertigten Woodbadges feierlich verliehen.

Runden bei einem morgendlichen Einstiegsspiel

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