Warum liegt das `IST-Alter`bei mindestens 21 Jahren?

Immer wieder wird uns die Frage gestellt, weshalb das Alter für eine Teilnahme im International Service Team ("IST") auf 21 Jahre gesetzt wurde, obwohl der Weltverband WOSM (World Organization of the Scout Movement) dies ab 18 Jahre zulässt. Als Leiter des österreichischen Kontingents haben wir uns diese Entscheidung nicht einfach gemacht und diese erst nach vielen Gesprächen getroffen. Wir möchten diese wie folgt begründen.
Warum liegt das `IST-Alter`bei mindestens 21 Jahren?

Mit 21 Jahren ist jede/r sowohl nach den österreichischen als auch den japanischen Gesetzen uneingeschränkt volljährig und kann somit jegliche Aufgabe am Jamboree ausfüllen.

Bis zum 20. Geburtstag verbleibt in Japan die Verantwortung zum Teil bei der Kontingentleitung. Diese können wir nicht zur Gänze übernehmen, da wir unsere Ressourcen für die Begleitung der jugendlichen Teilnehmer/innen bündeln müssen.

Zielgruppe eines jeden Jamborees sind die Jugendlichen im Alter von 14 bis 18 Jahre. Für Pfadfinder/innen zwischen 18 und 26 Jahre gibt es ein eigenes "Jamboree", das World Scout MOOT, bei dem genauso die weltweite Verbundenheit erlebt werden kann und das, ohne Verantwortung als IST-Mitglied übernehmen zu müssen. Das nächste World Scout MOOT findet 2017 in Island (Webseite zur Veranstaltung) statt. Davor treffen sich Ranger und Rover aus ganz Europa bereits 2016 in Frankreich am Roverway (Facebookseite zur Veranstaltung).

Oft handelt es sich bei Pfadfinder/innen, die sich als IST-Mitglied bewerben wollen und die die Altersgrenze unterschreiten um Teilnehmer/innen des letzten Jamborees. Wir haben viel mit ehemaligen IST-Mitgliedern und deren Betreuer/innen diskutiert.

Die Zuteilung der Jobs am Jamboree erfolgt meist sehr willkürlich. Es können zwar Wünsche deponiert werden. Wer jedoch welchen Job bekommt entscheidet Angebot und Nachfrage. Die Erfahrungen der letzten beiden Jamborees haben gezeigt, dass junge Pfadfinder/innen oft Aufgaben bekamen, welche sie überforderten und in manchen Fällen zu Überbelastung, ja gar zu einem "Nie mehr Jamboree" führten. Davon ausgehend haben wir in den vergangenen Wochen auch von jungen Pfadfinder/innen viel Unterstützung für unsere Entscheidung erhalten.

Menschen, die sich entscheiden das Jamboree im IST zu unterstützen, sind absolut notwendig und wir begrüßen deren pfadfinderischen, zeitlichen und finanziellen Einsatz. Die Chance dafür eröffnet sich jährlich bei Großveranstaltungen, die die weltweite Verbundenheit erfahrbar und erlebbar machen.

Brigitte Krepl und Ulrich Gritsch
Kontingentleitung