Bundesjugendrat von 11. bis 12. März 2006 in Linz
Was ist nun beim Bundesjugendrat passiert?
Wir haben unsere Erlebnisse der letzten Monate, die wir in den Landesjugendräten, in den Landesverbänden und im Bundesverband gemacht haben, ausgetauscht und ein bisschen reflektiert und verglichen. Erfreulich ist vor allem, dass auch in Salzburg und Wien Landesjugendräte "gestartet" werden (in Vorarlberg, Oberösterreich und der Steiermark bestehen sie schon länger).
Im strategischen Plan für die Jahre 2005 bis 2008, der bei der letzten Bundestagung beschlossen wurde, haben wir Pfadfinder und Pfadfinderinnen uns unter anderem das Ziel gesetzt, bis 2008 die Landesjugendräte in den Satzungen der einzelnen Landesverbände zu verankern. Wir Bundejugendratler haben schon beim Bundesjugendrat im Oktober festgehalten, dass diese Entwicklung von uns stark beeinflusst werden soll. In Linz erarbeiteten wir daher einen Satzungstext, der den Ländern als Vorschlag dienen soll. Dieser Text regelt im Wesentlichen den Aufgabenbereich und die Zusammensetzung eines Landesjugendrates oder Jugendrates. Der Vorschlag wurde auch schon dem Bundesrat, in dem alle Landesleiterinnen und Landesleiter vertreten sind, vorgelegt, und hat breite Zustimmung bekommen.
Wir haben Salsa gelernt und getanzt
Zusammen mit den Bundesbeauftragten für Internationales haben wir uns über die Möglichkeiten von Besuchen internationaler Seminare und Workshops auseinandergesetzt. Unter anderem machten wir den Vorschlag, diese Möglichkeiten auf der Homepage der PPÖ entsprechend zu platzieren, damit alle PfadfinderInnen sehen können, welche Möglichkeiten es hier gibt. Abgesehen davon wäre auf der Homepage auch eine Plattform für "Jobs", die Jugendliche im Rahmen der Pfadis international ausüben können, sinnvoll und wünschenswert. Von den Beauftragten sind diese Vorschläge grundsätzlich sehr gut aufgenommen worden - mal sehen, wie es weitergeht ...
Auch die Zukunft des Bundesjugendforums war ein Thema. Die letzten Jahre hat das Konzept des Bundesjugendforums nicht mehr so gegriffen wie es eigentlich sollte; unter anderem gibt es auch Überschneidungen mit dem Aufgabenbereich des Bundesjugendrates. Für die PPÖ, vor allem aber für die zuständigen Bundesbeauftragten der CaEx und RaRo stellt sich daher die Frage, wie es in diesem Bereich weitergehen soll. Wir haben uns dazu einige Gedanken gemacht und sind grundsätzlich zu der Entscheidung gekommen, dass es für CaEx und RaRo weiterhin eine Möglichkeit geben soll, die PPÖ-Arbeit regelmäßig zu beeinflussen. Grob gesagt, schwebt uns ein offener Event aller CaEx und RaRo zusammen mit Landesjugendräten und Bundesjugendrat vor, der alle drei Jahre stattfinden soll.
Das Linzer Nachtleben haben wir erkundet und auch genossen
Ein weiteres zentrales Thema waren die Kinderrechte. Unser Vorhaben, bei der nächsten Bundestagung eine Grundsatzerklärung zum Thema "Kinderrechte" einzubringen, ist durch die Festlegung des Inhaltes dieser Erklärung weiter auf einem guten Weg. Die Kinderrechte fassen eigentlich das zusammen, wofür die Pfadfinder und Pfadfinderinnen stehen. Wir leben die Kinderrechte in unserem Programm. Eine konkrete Aussage zu den Kinderrechten fehlt in unser Verbandsordnung jedoch. Das wollen wir durch unser "Projekt" ändern. Dazu findet ihr mehr unter Rechte der Kinder.
Noch etwas werden wir bei der nächsten Bundestagung einbringen: im ersten Punkt unserer Verbandsordnung heißt es unter anderem: "Wir stehen Angehörigen aller Rassen offen." Politisch korrekt ist das Wort "Rassen" schon lange nicht mehr; wir werden bei der Bundestagung daher die Änderung des Wortes "Rassen" in "ethnische Gruppen" beantragen.
Wie ihr seht, war es ein sehr ergebnisreicher Bundesjugendrat, bei dem der Spaß nicht zu kurz gekommen ist. Ich hoffe sehr, dass sich auch die Landesjugendräte mit den Ergebnissen befassen, Feedback geben und Ideen einbringen. Jedenfalls freue ich mich schon auf einen spannenden Herbst, vor allem auf eine spannende Bundestagung, bei der der Bundesjugendrat endlich auch Zeichen setzen wird, die für jede Pfadfinderin und jeden Pfadfinder klar zu erkennen sein werden.
