13th World Scout Moot in Afrika - News vom österreichischen Kontingent und Interviews mit Pfadis aus Kenya

Das 13. World Scout Moot fand vom 27. Juli bis 7. August am Rowallan Camp bei Nairobi in Kenya und an drei weiteren Scout Centers im Land statt. Für die Daheimgebliebenen hat das österreichische Kontingent versucht, uns mit Neuigkeiten zu versorgen. Außerdem haben sie Pfadis aus Kenya interviewt.
13th World Scout Moot in Afrika - News vom österreichischen Kontingent und Interviews mit Pfadis aus Kenya

Da das 13th World Scout Moot in Kenya ein ganz besonderes Ereignis war, hat Paul drei junge PfadfinderInnen aus Kenya zur Pfadfinderei allgemein, aber auch dem World Scout Moot in ihrem Heimatland befragt.

Interviews mit Pfadis aus Kenya vom Mittwoch, 4. August 2010

Brian Magunga aus Sabatia in Kenya, 20 Jahre alt

Brian Magunga aus Sabatia in Kenya, 20 Jahre alt | Bildnachweis: Klaus Schreiner

Wie siehst du die PfadfinderInnen? Was macht für dich die Pfadfinderbewegung aus?
Es geht darum, jungen Menschen zu helfen sich mental, physisch und spirituell zu entwickeln und sich gegenseitig zu unterstützen um in der Gesellschaft etwas weiterzubringen. Pfadis sind sehr wichtig, denn was man bei ihnen lernt, kann man im richtigen Leben einsetzen.

Wie denkst du über das World Scout Moot in Kenya?
Scout Moot in Kenya ist ein sehr wichtiges "Event" mit dem Geschichte geschrieben wurde, da es kurz nach der Weltmeisterschaft ein weiteres großes Ereignis in Afrika ist. Ich bin stolz, dass es gerade in Kenya stattfindet. Es ist aber auch für die TeilnehmerInnen aus Afrika sehr wichtig, da die meisten von ihnen nie wieder ein ähnliches internationales "Event" erleben werden können, sei es aus finanziellen Gründen oder weil es sehr schwierig ist ein Visum zu bekommen.

Warum bist du ein Pfadfinder?
Ich bin über Freunde dazugekommen; die Pfadis haben mich sozialer gemacht, das ist mir jetzt besonders wichtig, aber auch der Spaß.

Charles Waithaka aus Tfalls in Central Kenya, 20 Jahre alt

Charles Waithaka aus Tfalls in Central Kenya, 20 Jahre alt | Bildnachweis: Klaus Schreiner

Wie siehst du die PfadfinderInnen? Was macht für dich die Pfadfinderbewegung aus?
Pfadfinder fördern den Austausch zwischen Jugendlichen, die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen und in der Gesellschaft, sie bieten die Möglichkeit Dinge zu lernen, sich selbst sichtbar zu machen und fördern gutes Benehmen. Die Pfadis engagieren sich in Projekten, stellen Sponsoring auf für Leute in den eigenen Reihen die sich keine Kleidung leisten können, für Krankenhäuser etc.

Wie denkst du über das World Scout Moot in Kenya?
Moot ist sehr wichtig, weil Kenya ein armes Land ist das jetzt ein Beispiel darstellt und so Inspiration für andere Länder sein könnte auch Großveranstaltungen zu machen. Kenya kann es, warum also nicht auch andere Länder in Afrika!

Warum bist du ein Pfadfinder?
Ich war sehr jung als ich zu den Pfadis gekommen bin. Ich bin dabei, weil ich so viel Gutes gehört hatte und bleibe dabei, weil ich die Verantwortung, die die Pfadis übernehmen, großartig finde.

Lilian Mbarn, aus Fort Hall Rover Crew, Muranga, 22 Jahre alt

Wie denkst du über das World Scout Moot in Kenya?
Das World Scout Moot ist etwas ganz Besonderes für Kenya, ich bin glücklich, dass es in Kenya stattfindet, da es für uns ein Privileg ist. Es ist schön, dass so viele Menschen aus der ganzen Welt die Pfadfinderei hier feiern.

Was machen die Pfadis aus Kenya das ganze Jahr über?
Wir haben zweimal pro Woche ein Treffen, wir planen und führen soziale Projekte für Schulen und Krankenhäuser sowie Umweltschutzprojekte aus, wir fahren auf Lager und wandern viel. Außerdem feiern jedes Jahr um den 22. Februar rund 20.000 PfadfinderInnen aus Kenya den Founders Day in Njeri, wo Baden-Powell, der Gründer der Pfadfinderbewegung, seine letzten Jahre verbracht hat.

Was sind deine bisherigen Moot-Erlebnisse?
Ich habe viele Menschen aus der ganzen Welt kennengelernt, neue Sprachen, Ansichten und Ideen, wie zum Beispiel den Freundschaftsknoten im Halstuch.


News vom Dienstag, 3. August 2010

Seit der Rückkehr aus den Expeditions Camps ins Hauptcamp am Rowallan Scout Center in Nairobi haben die Pfadfinderinnen und Pfadfinder in erster Linie tolle, aber auch herausfordernde Erlebnisse in ihren internationalen Crews, in denen sie ihren Lageralltag und das Programm bestreiten. Morgen, 4. August, ist International Day am Lager.

News vom Mittwoch, 28. Juli 2010

Im Beisein von über 1.500 Lagerteilnehmern aus über 66 Nationen, 500 Staffmitarbeitern und einigen Ehrengästen, darunter der kenyanische Präsident, wurde das 13. World Scout Moot am Mittwoch eröffnet. Die österreichischen Teilnehmer wurden in drei Expeditions Camps aufgeteilt und sind bereits in diese aufgebrochen. Bis zum 1. August werden sie dort gemeinsam mit den anderen Lagerteilnehmern internationales Pfadfinderabenteuer erleben. Danach geht es wieder zurück zum Hauptcamp am Rowallan Scout Center in Nairobi. Das Moot ist die erste Pfadfinder-Jugendveranstaltung in Afrika und hat somit einen besonderen Stellenwert.

Das 13. World Scout Moot ist für 18 bis 26-jährige Pfadis gedacht, das alle 4 Jahre stattfindet, immer vor dem Weltpfadfindertreffen Jamboree, das nächstes Jahr in Schweden abgehalten wird.

Das österreichische Kontingent mit kenyanischen Pfadis Das österreichische Kontingent in Uniform; Gruppenfoto vor der Eröffnungszeremonie Die Pfadis am Moot schließen neue Freundschaften Mitglieder des österreichischen Kontingents schließen neue Freundschaften Tolle Stimmung herrscht bei der Eröffnung des 13th World Scout Moot in Kenya Pfadis mit der Moot-Fahne bei der Eröffnungszeremonie

Das österreichische Kontingent ist gut am Lagergelände in Kenya angekommen. Das Abenteuer Moot hat voll begonnen und die Stimmung ist perfekt. Erste Freundschaften mit kenyanischen Pfadfindern lassen die Faszination der Gemeinschaft spüren.

Übrigens nördlich von Nairobi befindet sich das Grab des Gründers der Pfadfinderbewegung, Lord Robert Baden-Powell und seiner Frau Olave. Natürlich werden auch die österreichischen Pfadfinder das Grab besuchen.

News vom Sonntag, 25. Juli 2010

Das österreichische Kontingent, bestehend aus 31 TeilnehmerInnen, hat sich am Freitag, den 23. Juli, auf den Weg zum internationalen Pfadfinderlager "13th World Scout Moot" in Kenya gemacht.

31 österreichische PfadfinderInnen am Weg nach Afrika - Gruppenfoto am Flughafen in Wien/Schwechat

Nach einem langen Flug landeten die österreichischen Pfadis gut und sicher in Kenya. Bereits am Flughafen wurden die ersten Giraffen gesichtet und bei bester Stimmung ein spannender Kontinent betreten. Das abenteuerliche Land bietet viel Neues und Nairobi als Startstadt begeistert gleich alle. Nach einem gemütlichen Abend in der kenyanischen Hauptstadt und einer erholsamen Nacht brechen am Sonntag alle TeilnehmerInnen zu einem Safarimarsch auf. Afrika wir kommen!


13th World Scout Moot

Über 4.000 TeilnehmerInnen aus aller Welt zwischen 18 und 26 Jahren treffen sich, um einander kennenzulernen, gemeinsam an Projekten zu arbeiten und sich nicht zuletzt mit dem Gastland auseinanderzusetzen. Der WeltpfadfinderInnenverband WOSM veranstaltet mit dem 13. World Scout Moot zum ersten Mal seit seinem Bestehen ein Welttreffen für Jugendliche am afrikanischen Kontinent - und 31 ÖsterreicherInnen sind mittendrin dabei. Schon am 23. Juli geht's los, da fliegt das österreichische Kontingent nach Nairobi. Vier Tage werden wir dort verbringen, bevor wir auf den Lagerplatz anreisen werden.

Kontakt

E-Mail: (Keine Garantie auf schnelle Rückmeldungen während des Lagers!)

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