Akte G - Rückblick auf das 30. BuWiWöLeiLa 2010
Behördenskandal im Attergau - Ein Bericht von Agent X
Von unseren Kollegen in St. Georgen zu Hilfe gerufen, beschäftigte sich unsere mobile Einsatztruppe, kurz "Die Behörde" am Wochenende vom 26. bis 28.08.2010 mit einem höchst merkwürdigen Fall. Hinweisen aus der Bevölkerung zufolge, war es auf dem Gelände des oberösterreichischen Landeslagerplatzes in Eggenberg zum Absturz eines Raumschiffes gekommen. Augenzeugen berichteten auch von seltsam sprechenden gelben Männchen.
Vor Ort angekommen trafen wir zwar nicht auf besagte gelbe Männchen, dafür aber auf eine Gruppe von etwa 50 Personen, die sich sehr verdächtig zu den Klängen von "Spacetaxi" bewegte. Ob es da wohl einen Zusammenhang zu den gelben Männchen gab? Unsere Befragungen ergaben, dass es sich bei dieser Personengruppe um Teilnehmer einer Veranstaltung namens WiWö-Buleila handelte, die unseren Recherchen zufolge einmal jährlich stattfand und bei der es, wie unsere Kollegen aus den Bundesländern berichteten immer wieder zu verdächtigen Aktionen gekommen war. Verdächtig genug, wir beschlossen die Teilnehmer, kurz WiWö-Leiter näher unter die Lupe zu nehmen, besonders als beim anschließenden Lagerfeuer und auch am nächsten Morgen verstärkt gelbe Elemente zu sehen waren (wie T-Shirts, Tragtaschen, seltsame Tücher mit diversen Kleinigkeiten behängt).
Um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten, riegelten wir das Gebiet großräumig ab, identifizierten die Buleilateilnehmer mittels Strichcode und ließen sie in Kleingruppen einen umfangreichen Sicherheitscheck durchlaufen, um eventuell vorhanden gelbe Männchen zu identifizieren. So mussten sie etwa ihre Fremdsprachenkenntnisse nachweisen, Farben mittels ihrer Sinne erkennen, durch einen "Nacktscanner" durchgehen, zu zweit einen Hindernisparcours bewältigen oder einen Aufenthaltsantrag richtig ausfüllen. "Die Behörde" hatte alle Hände voll zu diesen Prozess während der gesetzlichen Amtsstunden abzuwickeln, v.a. da immer wieder verdächtige Lieder zu hören waren, bei denen gehäuft das Wort "gelb" zu hören war. Waren die gelben Männchen etwa mit den WiWö-Leitern in Kontakt getreten?
Dieser Verdacht erhärtete sich, als sich die Buleilateilnehmer am Nachmittag unerlaubt vom Gelände entfernten und sich an einen Ort namens "Kinderwelten" in Walchen begaben und dort ein höchst merkwürdiges Verhalten an den Tag legten. So waren erwachsene Personen zu beobachten, die mit Freude auf Möbeln herumsprangen, sich gegenseitig mit Heu bewarfen und allerlei Kinderspielzeug ausprobierten. Erschwert wurden unsere Ermittlungen an diesem Tag dadurch, dass sie sich nach dem Besuch dieses Ortes und auch am Abend immer wieder in Kleingruppen aufhielten. Auch waren am Abend beim Lagerfeuer sehr seltsame gelbe Lieder zu hören und auch ein Gegenstand namens "Dusselschal" wurde immer weiter gereicht.
Am nächsten Morgen folgten wir den mittlerweile sehr verdächtigen WiWö-Leitern nach Bad Ischl, wo uns ein erster Schlag gegen die gelben Männchen gelang und wir während einer Zugfahrt mit der Kaiserbahn ein gelbes Männchen festnehmen konnten. Während des Tages waren unsere Mitarbeiter damit beschäftigt, die WiWö-Leiter zu beschatten und ihr höchst merkwürdiges Verhalten zu protokollieren. Die Buleilateilnehmer verschafften sich Zugang zu Gegenständen, die eindeutig der Raumfahrt zuzuordnen waren und verfolgten unsere Mitarbeiten auf Schritt und Tritt u.a. in verschiedene Museen. Ein Umstand, der uns sehr beunruhigte.
Am Abend kam es zur Aufklärung des seltsamen Verhaltens der Buleilateilnehmer und ihre Verbindung zu den gelben Männchen wurde eindeutig festgestellt. So wurden allerlei Gegenstände aus der Raumfahrt präsentiert und die gelben Männchen auf unterschiedliche Art begrüßt - sogar einen einigen Sprachkurs in Oberösterreichisch-Außerirdisch gab es.
Leider flog an diesem Abend auch unsere Tarnung auf, u.a. wurde die Beziehung unseres Geldgebers zur Mafia nachgewiesen und einige verdächtige Aspekte aus unserem Leben, die eine eindeutige Verbindung mit den gelben Männchen nachwiesen, wurden von den WiWö-Leitern vorgestellt.
Der Kaiser persönlich verfügte schließlich, dass die gelben Männchen Aufenthaltsrecht in Österreich und nicht noch wieder zurück gewonnenen Kronländern erhielten und ernannte ihren Anführer - den Busfahrer - vor seinem Abflug zum "Ritter vom Dusselschal". Anschließend wurde noch bis in die Morgenstunden gefeiert.
Das WiWö-BuLeiLa feierte seinen 30er
Die Mitglieder "der Behörde" wurden wieder zu Telekommitarbeitern degradiert. Um unseren Ruf aber doch noch zu retten: einige wichtige Ermittlungsergebnisse können wir von diesem Wochenende doch vorweisen. So fanden wir heraus, dass das WiWö-Buleila seinen 30. Geburtstag feierte und dass die nächsten beiden Buleilas in Tirol (2011) und Wien (2012) stattfinden werden.
Wir sind schon gespannt, welche Fälle dann auf uns warten.
Für die "Behörde" Agent X
