Gruppenleitung = Personalmanagement
Die PPÖ sind eine Jugendbewegung die den Kindern und Jugendlichen ein ganzheitliches Konzept anbietet, die eigene Persönlichkeit zu entwickeln und die heute so wichtige soziale Kompetenz zu erlangen und zu entfalten.
Der gesamtheitliche Ansatz – der sich insbesondere in den acht Schwerpunkten und den Stufenzielen niederschlägt - unterscheidet uns wesentlich von anderen Jugendorganisationen, Vereinen und Jugendangeboten.
Die Umsetzung des pädagogischen Konzeptes benötigt aber Erwachsene, JugendleiterInnen, BegleiterInnen und andere engagierte Personen im Umfeld einer Pfadfindergruppe. Der Weltpfadfinderverband WOSM hat nun schon vor einigen Jahren erkannt, welche entscheidende Rolle den Erwachsenen innerhalb des Verbandes zufällt und die Adults in Scouting Policy - ein Konzept zum Umgang mit Erwachsenen – formuliert. Es gilt die These **"Erwachsene sind die wertvollste "Ressource" des Verbandes**, denn sie begleiten Jugendliche zum PfadfinderInnen-Ziel (z.B. PPÖ Verbandsordnung "Wir wollen helfen, junge Menschen zu bewussten Staatsbürgern und eigenverantwortlichen Persönlichkeiten zu erziehen, die aus dem Glauben ihre Aufgabe in Familie, Beruf und Gesellschaft erfüllen.")
Auch innerhalb der PPÖ wurden diese Gedanken schon vor einigen Jahren von weitsichtigen, international interessierten verantwortlichen Personen eingebracht und einige Zeit auch intensiv bearbeitet. Strukturveränderungen innerhalb der PPÖ haben dieses Thema ein wenig in den Hintergrund gedrängt. Doch die These ist weiterhin gültig – Erwachsene sind eine sehr wichtige "Ressource" für die erfolgreiche Jugendarbeit und die PPÖ benötigen ein professionelles Konzept für die Begleitung und Betreuung engagierter Erwachsener.
Die Gruppenleitung einer Pfadfindergruppe hat dazu einen wesentlichen Beitrag zu leisten, denn die Gruppenleitung hat viele Aufgaben des Personalmanagements zu erfüllen. Personalmanagement beginnt nicht erst beim **Einstieg eines "neuen" Jugendleiters, es umfasst auch die Gewinnung neuer MitarbeiterInnen und das geordnete Beenden von vereinbarten Engagements**
Phase 1: Gewinnung und Einführung
- Gewinnung: Funktionsbeschreibung, Anforderungsprofil, gezielte Suche
- Vereinbarung: Angebot und Erwartungen des Erwachsenen und des Verbands, Zeitdauer
- Einführung: Begleitung, Kennen lernen, Einarbeiten
Phase 2:Ausbildung und Unterstützung
- Ausbildung: Qualifikation für Tätigkeit und Möglichkeit zur persönlichen Weiterentwicklung; orientiert an Bedürfnissen und Situation der Erwachsenen
- Unterstützung: emotional und praktisch, leicht erreichbar
Phase 3:Auswertung & Weiterplanung
- Reflexion am Ende der Zeit: inhaltlich und persönlich
- Konsequenzen: (a) weiter in gleicher Funktion; (b) Wechseln in neue Funktion; (c) Verlassen des Verbandes
- Neuerliche Vereinbarung (bei a und b)
