Enquete "Kinder und Jugendliche im Nationalsozialismus"
Die Lebensrealität vieler Kinder während des Nationalsozialismus war keine einfache. Sie war bestimmt von autoritären Erziehungssystemen, von Anpassungszwang, von Mangel, Verrohung und letztlich von Krieg. Für viele Kinder aber bedeutete der Nationalsozialismus Ausschluss aus der Gesellschaft, Vertreibung und tödliche Verfolgung. Lange wurden die Fragen nach dem Kindsein im Nationalsozialismus wenig gestellt.
(NR-Präsidentin Barbara Prammer bei der Gedenkveranstaltung gegen Gewalt und Rassismus im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, 5. Mai 2008, Parlament in Wien)
2008 ist aufgrund vielfacher Bezüge ein Gedenkjahr, das Anregungen für eine Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und ihrer Auswirkungen in der Gegenwart liefert. Insbesondere das Jahr 1938 als Jahr des sogenannten Anschlusses an Hitlerdeutschland erfordert eine intensive und tiefgreifende Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus. Der Kinder- und Jugendaspekt ist trotz verschiedener begrüßenswerter Initiativen in der öffentlichen Wahrnehmung noch immer unterrepräsentiert.
Die Bundesjugendvertretung (PPÖ sind Teil der BJV) hat das Thema 1938 - 2008 zu ihrem diesjährigen Schwerpunkt gemacht und veranstaltet in diesem Rahmen gemeinsam mit dem Parlament eine Enquete zum Thema "Kinder und Jugendliche im Nationalsozialismus". Ziel der Enquete ist es, sowohl die Opfer- und TäterInnenansicht als auch den Widerstandsaspekt zu beleuchten.
Im Anschluss an die Veranstaltung werden zwei Preise ausgeschrieben: Ein Preis prämiiert eine wissenschaftliche Arbeit (Diplomarbeit oder Dissertation) zum Themengebiet, der zweite Preis zeichnet unter dem Motto "Virtuelles Gedenken" ein innovatives Internetprojekt von Jugendlichen aus.
Details:
Enquete "Kinder und Jugendliche im Nationalsozialismus"
Zeit: 14.11.08 (13.00 bis ca. 17.00 Uhr)
Ort: Palais Epstein, 1010 Wien
Anmeldung erforderlich: nicole.pesendorfer@jugendvertretung.at






