Helfen mit Herz und Hand
HHH 2010 - Burundi
Helfen mit Herz und Hand - Warum?
Wir sind stolz darauf, dass wir zu Mitgefühl und Solidarität erziehen und wir haben die tägliche Gute Tat als unser "Trainingsprogramm" für ein Leben, das sich um Gerechtigkeit und Ausgleich bemüht. In einer Welt, die die "Ich-Gesellschaft" als Ideal preist, wo "Shareholder Value" die Maxime für vieles Handeln ist, da braucht es Menschen die bereit sind, die Ungerechtigkeiten der Welt zu sehen und die sich bemühen zu verstehen, wieso es immer wieder zu Not und Armut kommt, und die dann auch noch handeln, um die Not, wenn auch nur punktuell, zu lindern.
Es gibt viele Gruppen, die eigene Projekte durchführen und das ist gut so. Aber es gibt auch das Projekt der PPÖ, das einerseits jenen, die kein eigenes Projekt haben, die Möglichkeit gibt, etwas für Entwicklungszusammenarbeit zu tun. Und andererseits, wenn viele Gruppen auch nur Kleines beitragen, dann kann gemeinsam doch etwas entstehen, das echte Hilfe darstellt.
Wir haben gemeinsam Schulen gebaut, Wasserleitungen errichtet, wir haben Kranken geholfen und Straßenkindern eine kleine Chance gegeben. Gemeinsam haben wir geholfen, dass Menschen ihr ganz persönliches Umfeld, ihre Probleme, bearbeiten, verbessern konnten. Es ist in letzter Zeit ein wenig still geworden um das Projekt der Zusammenarbeit mit jenen, die Hilfe brauchen. Vielleicht ist das symptomatisch für unsere Gesellschaft. Als 1956 der Ungarnaufstand ausbrach und tausende Flüchtlinge nach Österreich kamen, da rückten die Österreicher zusammen um Platz in ihrer Wohnung zu machen, um Flüchtlinge aufzunehmen, da teilte man das wenige das man hatte mit großer Selbstverständlichkeit. Heute wird darum gestritten, ob man Flüchtlinge aufnehmen soll. Sie heißen auch nicht mehr Flüchtlinge, sondern Asylanten, und sind, glaubt man der breiten öffentlichen Meinung, sehr häufig kriminell. Daher muss man sie fern halten von unseren Wohngebieten.
Eine kleine Geschichte verdeutlicht dieses Verhalten:
Ein Mann kam zum Rabbi und fragte: "Warum sind die Armen viel eher bereit als Reiche, das wenige, das sie haben, mit anderen zu teilen?" Der Rabbi stellte den Mann ans Fenster und fragte: "Was siehst du?" "Das Leben auf der Straße. Leute, die kommen und gehen, Kinder die spielen, Freunde die miteinander plaudern." Dann stellte der Rabbi den Mann vor einen Spiegel und fragte wiederum: "Was siehst du?" "Mich - wen sonst?" antwortete der Mann erstaunt. "So ist das eben", meinte der Rabbi. "Beide Male ist es Glas, durch das du schaust. Einmal siehst du das Leben, wie es ist. Wenn du aber hinter dasselbe Glas etwas Silber gibst, dann siehst du nur mehr dich selbst."
Helfen mit Herz und Hand, das ist unser Fenster zum Leben. Wer das Leben sieht, der weiß auch, dass es viel zu tun gibt, um Not abzuwehren, um Ungerechtigkeiten zu beseitigen. PfadfinderInnen sind Menschen der Tat – so sagt man wenigstens. Und so bieten wir auch für das kommende Jahr das Projekt HHH an, damit wir uns vereinen bei der tatkräftigen und mitfühlenden Hilfe.
Helfen mit Herz und Hand-Projekte der letzten Jahre:
2009 - Licht für die Welt in Burkina Faso
2008 - Förderung der schulischen Integration von Kindern mit Behinderung in der Republik Moldau
2007 - HHH unterstützt das Volk der El Molo in Kenia
2006 - Unterstützung der Pfadfinder in Ulan Bator in der Mongolei
2005 - Beteiligung an "Hilfe zur Selbsthilfe" in Sri Lanka nach dem Tsunami in Südostasien
2004 - HHH widmet sich der Pressefreiheit in Weißrussland
2003 - Förderung einer Schule in Tansania
2002 - Finanzierung eines Freizeithauses für Waisen in Rumänien (Ein Zuhause für den Sommer)
2001 - Förderung eines Waisenhauses in Zimbabwe (Projekt "Wohin mit den Kindern?")
2000 - Kamerun; Hospital Dr. Neier
1999 - Lettland; Projekt "Food and Nutrition"
1998 - Italien; Erdbebenhilfe in Assisi
1997 - Philippinen; Bildungszentrum für Hausmedizin
1997 - Kenia; Ausbildung für Augenärzte
1997 - Sierra Leone; Containerlieferung
1996 - Uganda; Wasserprojekt
1995 - Sierra Leone; Werkstätten
1994 & 1993 - Brasilien; Hilfe für Straßenkinder
1991 & 1992 - Indien; Schule im Lepradorf
1990 - Philippinen; Bildungszentrum für Hausmedizin
1989 & 1988 - Ägypten; Safer Future
1987 - Burkina Faso/ehem. Obervolta; Hilfe für Afrika
1986 - Nepal; Fischteich für Nahrungsversorgung
1985 - Guatemala; Dorfhilfe
1984 - Senegal; Werkstätten
1983 - Haiti; Kinderkrippe
