Die Verteilung des Friedenslichtes durch Jung- und AltpfadfinderInnen (Teil 2: 1999 bis 2008)

von Bertl Grünwald
Die Verteilung des Friedenslichtes durch Jung- und AltpfadfinderInnen in Europa, Teilen von Amerika und in einzelnen Ländern des Nahen Ostens
Die Verteilung des Friedenslichtes durch Jung- und AltpfadfinderInnen (Teil 2: 1999 bis 2008)

Das Friedenslicht erreicht Spanien (1999)

Erstmals erreichte das Friedenslicht zusätzlich zu den bereits genannten Destinationen Barcelona und Palermo.
Eine fünfköpfige spanische PfadfinderInnen-Delegation hatte eine winterliche, dreitägige Autofahrt auf sich genommen, um das Friedenslicht in Wien entgegenzunehmen und ins katholische Spanien zu bringen. Eine italienische Delegation, die schon seit vielen Jahren den Weg nach Wien nicht scheut, bestehend aus mehreren Pfadfinderverbänden aus der Gegend von Triest unter der Leitung von Fabioano Marzarella, organisierte nicht nur die Lichtverteilung in ganz Italien, sondern auch den "Sprung" hinüber nach Sizilien.
Erstmals konnten wir in diesem Jahr eine Lichtdelegation aus Eupen/Belgien in Wien begrüßen, sowie wiederholt eine Delegation aus Iasi/Rumänien.
Ganz besonders freute uns die Mitteilung der Verteilung des Friedenslichtes in Norwegen!
Ein besonderes Ereignis war die Lichtverteilung 1999 in Deutschland: Dort konnte das Friedenslicht in Absprache mit dem ORF Linz wegen des "Heiligen Jahres" ausnahmsweise direkt aus Bethlehem nach Frankfurt geflogen. Gemeinsam mit der Deutschen Bischofskonferenz konnten die deutschen Jung- und Altpfadfinderverbände das Friedenslicht in einem noch nie dagewesenen Maße ihrer Heimat verteilen.
Nach groben Schätzungen waren 10.000e PfadfinderInnen mit dem Friedenslicht unterwegs und erreichten mehrere 100.000 Menschen und/oder Familien. Die zurückgelegten Kilometer in Autos, Zügen und zu Fuß ist erheblich jenseits von 50.000; damit könnten wir das Friedenslicht schon mindestens einmal um die Erde tragen.
Aber mit diesen Angaben kann man dem wichtigeren "geistigen Inhalt" dieser Aktion nicht gerecht werden.
Zählt nicht ein Lächeln, ein dankbarer Blick, ein aufrichtiges "Dankeschön", eine herzliche Einladung, eine freundliche Geste, viel mehr, auch wenn die Mühen und Anstrengungen zum Teil übermenschlich waren?
Entsprechen nicht gerade diese persönlichen Erlebnisse am besten der frohen Botschaft:
"... und Friede den Menschen auf Erden, die guten Willens sind ..."?

Das Friedenslicht schafft es nach Amerika (2000)

Der ORF Linz feiert "15 Jahre Friedenslicht" und gibt das dritte Friedenslicht-Buch "Ein Weg zu den Herzen" heraus, in welchem ich wieder einen ausführlichen Bericht über die Verteilung des Friedenslichtes durch die PfadfinderInnen (Seiten 95 bis 107, mit zahlreichen Fotos) veröffentlichen konnte.
Mit dem Beginn des neuen Jahrtausends gelang uns der lang ersehnte Wunsch des ersten Licht-Kontinentalsprunges und zwar nach Amerika, nach Oklahoma. Von dort gelangte das Friedenslicht mittels amerikanischer Pfadfinderbrüder und -schwestern nach Nebraska, Iowa, Missouri und Minnesota.
Zuwege gebracht hat dies unser Pfadfinderbruder Alfred Trovik aus Stavanger, Norwegen, der in einer beispiellosen Aktion den Lichttransport mit Hilfe eines Flugzeuges einer Erdölfirma (kostenlos) nach Amerika organisieren konnte. Leider ist Alfred einige Jahre später unerwartet verstorben.
Im Jahr 2000 ist uns ein weiterer Wunsch in Erfüllung gegangen. Das Friedenslicht wurde von zwei englischen Lichtträgern auf ihrem Lichtweg nach London in Paris an Father Michel Joseph von den Les Scout de France übergeben, wo es im Centre National verteilt worden ist.
Noch ein weiteres bemerkenswertes Detail wurde uns bekannt: das Friedenslicht erreichte erstmals über drei Wege Russland und zwar mit den polnischen PfadfinderInnen nach Kaliningrad, über Norwegen in Kibartai (norwegisch-russisches Grenzgebiet – wieder eine Aktion von Alfred Trovik!) - und über die "alte" Verbindung von Warschau - Grodno - Moskau - Skytyvkar.

Das Friedenslicht wird zum Ground Zero gebracht (2001)

Beim diesjährigen Treffen der internationalen, katholischen Pfadfinderverbände von Europa und dem Nahen Osten, welches diesmal in Warschau stattfand und das ich gemeinsam mit unserem Bundeskuraten Franz Hauser besuchte – einem Treffen, an dem ich seit Jahren teilnehme und viele, viele aktive Lichtorgansiatoren kennengelernt habe beziehungsweise motivieren konnte – war es wieder möglich, die Lichtverteilungwege und Entfernungen zu vergrößern.
Dieses Jahr konnte das ORF-Friedenslicht in neue Gebiete zu noch nicht erreichten Menschen gebracht werden. Einer der Höhepunkte der Aktion 2001 war sicherlich der Transport des Lichtes mit einer Stafette von deutschen, englischen und amerikanischen PfadfinderInnen von Wien über Paris, London und schlussendlich mit einem norwegischen Flugzeug einer Erdölfirma nach Maine (USA) und nach New York in die Ground Zero-Zone!
Maßgeblich waren an der Organisation wieder Alfred Trovik und Mike Cortner (Aberdeen, Schottland) beteiligt.
Weitere schöne, neue Destinationen des Friedenslichtes 2001 waren Grönland (durch schwedische Pfadfindergilden), Sardinien (durch italiensiche PfadfinderInnen) und Island (durch dänische Pfadfindergilden).
Dieses Jahr wurde der letzte gebundene, schriftliche Bericht über die Pfadfinder-Friedenslichtaktion von mir verfasst (212 Seiten – eine Zusammenfassung der an mich gesandten Berichte, Fotos, Zeitungsartikel).

Die Friedenslichtaktion 2002

Die Lichtabholung der letzten zwei Jahre aus Bethlehem war wegen der prekären, militärischen Lage nicht persönlich möglich. Das Licht wurde von einem arabischen Jugendlichen herausgebracht und jüdischen Kindern übergeben zum Weitertransport mit dem Flugzeug nach Wien.
Im Jahr 2002 wurde trotz der neuerlichen schwierigen Situation - knapp vor Reisebeginn wurden Intifada-Anschläge mit 16 Toten gemeldet - wieder ein ORF-Team samt Pilgergruppe, der auch ich angehörte, nach Jerusalem und Bethlehem geschickt.
Auch Landeshauptmann Pühringer (OÖ), ein großer Unterstützer der ORF-Friedenslichtaktion, war Mitglied der Reisegruppe. Höhepunkte der Reise waren ein Empfang beim Bürgermeister von Tel Aviv mit Kranzniederlegung bei der Attentatsstelle von Rabin, der Besuch der Golanhöhen und mehrere Diskussionen mit Vertretern verschiedener Glaubensrichtungen und Organisationen, die sich um ein friedliches Zusammenleben von Israeli und Palästinensern bemühen.
2002 gelang es uns übrigens zum dritten Mal das Friedenslicht nach Amerika zu bringen. Kostenlos und diesmal mit der internationalen Flug-Transportfirma DHL mit der Zentrale in Brüssel.
Es musste jedoch der Lichttransport von Wien über Aachen nach Brüssel organisiert werden.
Dies schafften bravourös eine Ranger/Rover-Gruppe der "Scouts of America" in Deutschland sowie belgische Pfadfinderbrüder und -schwestern.
Überraschend war für uns dann die Idee von ORF Linz, ebenfalls das Friedenslicht nach Amerika zu fliegen. Kurt Bergmann, der Initiator der "Licht ins Dunkel"-Aktion und der Dompfarrer von St. Stephan, Anton Faber, waren auch dabei. Unsere amerikanischen PfadfinderInnen hatten Verständnis und holten das Friedenslicht zweimal ab, einmal am J.F.-Kennedy-Flughafen (hingebracht von DHL) und einmal in der "Feuerwehrkirche" St. Patrick in New York, gebracht vom ORF-Team.
Ab diesem Jahr werden die Lichtberichte als E-Mails zugesendet und in einer Zusammenfassung unter www.pfadfinder.at veröffentlicht. Von dort können sie von allen Interessenten heruntergeladen werden.

Palästinensische Mädchen und Buben waren bei der Lichtfeier dabei (2003)

Die PfadfinderInnen feiern die 15. Friedenslichtverteilung. Damit gelangte das ORF-Friedenslicht (oft jahrelang aber zumindest einmal) durch die Mithilfe der PfadfinderInnen bereits in folgende Länder:

- Belarus (Weißrussland)
- Belgien
- Bosnien-Herzegowina
- Dänemark
- Deutschland
- England
- Frankreich
- Irland
- Island
- Italien
- Kroatien
- Niederlande
- Norwegen
- Polen
- Rumänien
- Russland
- Schottland
- Schweden
- Slowakei
- Slowenien
- Spanien
- Tschechien
- Ukraine
- Ungarn
- USA

Der Start zu dieser länderumfassenden Lichtaktion fand entsprechend der Bedeutung des Jubiläums in der Wiener Stephanskirche im Rahmen einer ökumenischen Lichtfeier, bei der ca. 1.000 PfadfinderInnen aus über 10 Ländern teilnahmen, statt.
Das Friedenslicht wurde so wie in den Jahren davor bei einer ORF-Pilgerreise in der Geburtskirche von Jesus Christus in Bethlehem entzündet und in explosionsgeschützten Spezialgrubenlampen mit der AUA nach Österreich geholt. Uns gelang es, zu dieser denkwürdigen Feier eine palästinensische Mädchen- und eine Bubengruppe einzuladen. Ein Zeichen für eine weltweite Jugendverbindung.
Neue Lichtdestinationen waren 2003: Gibraltar und Malta.
Eine besonders schwierige Lichtabholung hatten in diesem Jahr unsere russischen Pfadfinderbrüder aus Nizhny Novgorod, 420 km nordöstlich von Moskau hinter sich. Bei Kälte, Eis, vorbei an vielen Unfällen, holten sie das Friedenslicht aus Weißrussland, wo es über Polen zu den dortigen PfadfinderInnen gelangt ist und legten dabei 300 km zurück.

Die Friedenslichtaktion 2004

In diesem Jahr konnte mit Unterstützung der Austrian Airlines unser Bundesbeauftragter für Internationales, Dr. Thomas Ertlthaler, das Friedenslicht wieder nach New York zu den amerikanischen Pfadfindern bringen.
Die ökumenische Lichtfeier fand wieder unter großer ausländischer Beteiligung in Wien statt.
Erstmals war als Gast einer deutschen Delegation eine Pfadfinderin aus Afrika anwesend.
Unsere deutschen LichtträgerInnen kamen wieder mit einer großen Gruppe nach Wien und deuteten an, dass sie beim Weltjugendtag in Köln das Friedenslicht dem Papst bringen möchten. Damals dachten wir natürlich noch an Papst Johannes Paul II. aus Polen.
Ganz besonders möchte ich in diesem Jahr dem besonderen Einsatz von Sandor Geyer aus Budapest im Rahmen der Friedenslichtaktion danken. Sandor, ein Lichtträger der ersten Stunde, verteilte das Friedenslicht im tiefen Winter bei oft unglaublichen Straßenverhältnissen über 10 Jahre bei den ungarischen Minderheiten in Rumänien bis hinunter nach Bukarest und legte jährlich bis 5.000 km in seinem alten Wagen zurück. Er ist schon in Pension und startete heuer seine letzte Lichtreise. Vielen, vielen Dank Sandor!

Im Sommer 2005 war ich zusammen mit einem Kamerateam vom ORF Linz und dem Friedenslichtkind von 2004, Elke Wiesmeier, und ihrer Schwester Gast bei der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg in Neuss in der Nähe von Düsseldorf/Köln. Wir waren eingeladen, zusammen mit unseren deutschen Pfadfinderschwestern und -brüdern am Marienfeld das Friedenslicht zum neuen (deutschen) Papst Benedikt XVI. auf den Papsthügel zu bringen. Unter uns eine Menge von 800.000 begeisterten Jugendlichen!

Die Friedenslichtaktion 2005

Die Friedenslichtfeier wurde mit großer Beteilung ausländischer PfadfinderInnendelegationen in der Kirche St. Leopold in Wien-Floridsdorf abgehalten. Dieses Jahr war davon geprägt, dass wir wiederholt versuchten, die Verteilung des ORF-Friedenslichtes mit Hilfe der palästinensischen PfadfinderInnen in die Nachbarländer zu bewerkstelligen. Verstärkt durch unseren Bundesbeauftragten für Internationales, Dr. Thomas Ertlthaler, machte sich Bertl Grünwald zum vierten Mal als Mitglied einer oberösterreichischen Pilgergruppe auf den Weg nach Bethlehem. Dort trafen wir Saed Shomali, den Beauftragten für Internationales der katholischen Pfadfinder von Palästina. Rückblickend scheiterten erneut unsere Bemühungen an den nicht zu erhaltenden Visas für die palästinensischen Pfadfinderschwestern und -brüder. Martina Rentenberger, unsere Bundesbeauftragte für Internationales, machte sich dieses Jahr mit der AUA auf den Weg nach New York in den USA, wo das Friedenslicht sehnsüchtig erwartet wurde. Trotz der mittlerweile stark verschärften Flugsicherheitsbestimmungen erreichte das Friedenslicht wohlbehalten Amerika. Durch eine positive Koordination von englischen und französischen PfadfinderInnen kam das ORF-Friedenslicht wieder sicher über den Kanal und erreichte schließlich Schottland und Nordirland. Über Dänemark und Norwegen "sah" das Licht sogar Island. Begeisterte Meldungen erhielten wir aus Litauen und Kasachstan, wo durch den Salesianer-Pater Hermann Schulz mit Hilfe des Friedenslichtes und einer Spendenaktion den ärmsten der armen Kinder geholfen werden konnte. In der Pfarre St. Nicolae von Bacu in Rumänien nahmen über 350 Pfadfinder an der Lichtfeier teil und schrieben: "Der Enthusiasmus der Teilnehmer war unbeschreiblich und hinterließ tiefe Spuren in den Herzen der Jugendlichen." Entgegen seiner Ankündigung, die von ihm seit 10 Jahren durchgeführte, circa 5.000 km lange, Winterreise mit dem ORF-Friedenslicht von Wien aus zu den ungarischen Minderheiten in Rumänien nicht mehr zu "schaffen", kaufte sich Sandor Geyer mit Mühe ein neues Auto und fuhr wieder los! Auch die Langstrecken über die Slowakei, Polen, Weißrussland, Kiew, Russland und Litauen sowie Lettland konnten wieder erfolgreich durchgeführt werden. Ebenso erreichten die spanischen LichtträgerInnen nach einer dreitägigen Autofahrt müde aber wohlbehalten ihre Verteilungszentren.

Die Friedenslichtaktion 2006

Auf Wunsch von ORF Linz wurde die Lichtfeier im Jahre 2006 wieder einmal im Wiener Stephansdom durchgeführt. Da es sich um ein fünfjähriges Jubiläum handelte, wurde ein neues Friedenslichtbuch herausgebracht. Die Pfadfinder konnten in einem 13-seitigen Bericht über ihre europa- und amerikaweiten Aktivitäten Auskunft geben. Insgesamt waren Delegationen aus 16 (!) verschiedenen Ländern nach Wien gekommen. Wieder war der Lichttransport nach New York mit einem AUA-Flugzeug und der freiwilligen Hilfe des Flugbegleiters, Herrn Heinrich Thomas, möglich. Vielen Dank! Erstmals konnten wir einen Lichtträger aus Holland begrüßen. Erneut erreichte das ORF-Friedenslicht mit den italienischen PfadfinderInnen auch Sardinien und Sizilien.

Die Friedenslichtaktion 2007 - Endlich geschafft: das ORF-Friedenslicht erreicht durch PfadfinderInnen erstmals von Bethlehem aus Israel und Jordanien!

Eines der größten Ziele war es, das Friedenslicht dorthin zu bringen, wo es am Notwendigsten zu sein scheint: in den Nahen Osten. Nach jahrelanger Zusammenarbeit mit den christlichen Pfadfinderverbänden von Europa und dem Nahen Osten ist es endlich gelungen, das Friedenslicht von Bethlehem nach Jerusalem und Nazareth sowie nach Jordanien zu bringen!!! Dies war durch die Zusammenarbeit von palästinensischen, arabischen und jüdischen PfadfinderInnen, die sich gemeinsam in Bethlehem getroffen haben, möglich. Auch eine jordanische Pfadfinderdelegation, bestehend aus Father Imad Twal sowie zwei muslimischen und einem katholischen Pfadfinder, kamen nach Bethlehem um das Friedenslicht abzuholen und gemeinsam die Messe mit der oberösterreichischen ORF-Pilgergruppe und PfadfinderInnen aus Palästina und Israel zu feiern. Gemeinsame Bilder mit dem diesjährigen ORF-Friedenslichtkind und dem ORF-Lichtverantwortlichen, Herrn Günther Hartl, geben Auskunft über diesen einmaligen Beginn der Verbreitung des Friedenslichtes im Nahen Osten. Bei der großen Lichtfeier am 15. Dezember in Wien, zu der uns das ORF-Lichtteam wie in den Jahren zuvor das Friedenslicht aus Bethlehem mitbrachte, waren PfadfinderInnendelegationen aus 16 Ländern angereist. Erstmals war auch eine Gruppe aus Israel anwesend, die vom VCP Deutschland eingeladen war und sich dieses internationale Treffen der LichtträgerInnen nicht entgehen ließ. Ebenso konnten wir erstmals eine Pfadfinderin des ukrainischen Pfadfinderverbandes Plast, Solomiya Keyvan, in Wien begrüßen. Unsere Pfadfinderbrüder aus den USA waren durch eine Delegation von amerikanischen Scouts aus Europa vertreten. Viele der ausländischen Delegationen waren bis 24 Stunden mit dem Zug - oder wie die SpanierInnen auch drei Tage mit dem Auto - unterwegs, um das ORF-Friedenslicht in ihre Länder zu bringen.

Es war eine große Freude mitzuerleben, mit welch großem Einsatz und Begeisterung die vielen PfadfinderInnen die nicht unbeträchtlichen Strapazen der Reise auf sich nahmen, um mitzuhelfen, ein kleines Zeichen des Friedens in ihre Länder zu bringen.

Die Friedenslichtaktion 2008 - Es ist das Jahr, in dem das Friedenslicht erstmals Mexiko erreicht!

Ende November fliegt Bertl Grünwald zum fünften Mal als ein Teilnehmer von 490 oberösterreichischen Pilgern zur Abholung des ORF-Friedenslichtes nach Bethlehem. Der Grund ist Vorsorge zu treffen, dass die Lichtverteilung im Nahen Osten nach Israel und Jordanien, welche ein Jahr davor begonnen wurde, weitergeführt wird. Insgesamt verteilen die PfadfinderInnen zum 20. Mal das ORF-Friedenslicht in circa 25 Ländern in Europa und mit Hilfe der Austrian Airlines gelangt das Licht zum fünften Mal zu den amerikanischen Pfadfindern in New York. Über den Internationalen Verband der katholischen Pfadfinderverbände haben wir den Wunsch, betreffend das Friedenslicht mit mexikanischen Pfadfindern Kontakt aufzunehmen, erhalten, und war es möglich, die Überbringung mit den Boy Scouts of America zu verbinden. Dadurch wurde das Friedenslicht erstmals von New York aus auf dem Landweg nach Mexiko City gebracht! Die große Lichtverteilungsfeier der PfadfinderInnen fand am 13. Dezember 2008 in Anwesenheit von circa 800 PfadfinderInnen aus 16 verschiedenen Ländern in Wien statt. Erstmals war eine 140-köpfige polnische Delegation des größten polnischen Pfadfinderverbandes Zwiazek Harcerstwa Polskiego (ZHP) anwesend. Dieser hatte bisher das ORF-Friedenslicht jeweils von den slowakischen Pfadfinderbrüdern an der slowakisch-polnischen Grenze in Empfang genommen.

Berichte aus anderen Jahren