Niedrigenergie-Pfadfinderheim

von Wilfried Pühringer
Die Gruppe Gallneukirchen-Engerwitzdorf hat sich einen Traum erfüllt, von dem wahrscheinlich viele Pfadfindergruppen in Österreich träumen. Ein neues Heim, das der Gruppe sinnvolles Raumangebot bietet und Energie spart.
Niedrigenergie-Pfadfinderheim

Ende 2008 entstand die Idee, ein neues Pfadfinderheim zu errichten. Das alte Heim, das wir von der Pfarre angemietet hatten entsprach bei weitem nicht mehr den Anforderungen für eine zeitgemäße Kinder- und Jugendarbeit. Das Haus war schlecht gedämmt, im Erdgeschoß feucht und die Raumaufteilung nicht ideal.

Ansicht von außen

Weiters war das Haus nicht barierrefrei und die Sanitäranlagen und die Küche waren alles andere als modern.

Ein ehemaliger Rover, mittlerweile Architekt sagte spontan zu, die Planung zu übernehmen und bald stand der erste Entwurf. Besonderer Wert wurde auf multifunktionale Ausstattung, Barierrefreiheit und niedrigen Energieverbrauch gelegt.

Parallel dazu wurde die Finanzierung auf die Beine gestellt. Immerhin waren hier 400.000€ aufzutreiben. Dank zahlreicher privater Sponsoren, Firmen, die uns mit Arbeitsleistung bzw. Material unterstützten und öffentlichen Förderungen schafften wir auch diese Hürde. Baustelle im Heim Gallneukirchen

Auch die Pfadfinder leisteten mit einer Bausteinaktion sowie über 4000 Arbeitsstunden ihren Beitrag.

Nach einiger Überzeugungsarbeit stimmten der Elternrat und die Begleiter dem Projekt zu.

Am 16. Mai 2009 war es dann soweit: Das alte Heim wurde abgerissen. Nach vier Tagen wurde mit den Fundamentarbeiten für das neue Heim begonnen und nach einem Monat wurde bereits Richtfest gefeiert.

Das neue Heim wurde in Holziegelbauweise als Niedrigstenergiehaus errichtet. Die für Heizung und Beleuchtung notwendige elektrische Energie wird zur Gänze mit einer eigenen Photovoltaikanlage erzeugt. Heimeröffnungsfeier

Eine Hausautomatisierung ermöglicht dabei durch genaue Zeitsteuerung die optimale Ausnutzung der Heizenergie. Auch bei der Beleuchtung wurde auf niedrigen Stromverbauch geachtet.

Nach 111 Tagen Bauzeit konnte das Heim rechtzeitig zum Start des Pfadfinderjahres 2009/10 eröffnet werden.

Rückfragen? Wilfried Pühringer: